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Alles Hightech!

Alles Hightech! Alles neu! Alles klar?

Ausdrücke wie „neueste Entwicklung aus der XY-Forschung“ oder „mit SXGA-Technologie“ findet man nicht nur in den Elektroabteilungen des Einzelhandels wie Sand am Meer. Selbst Textilien bestehen heute aus „Micro-Tec-Faser“ und die Werbung verspricht optimale Durchlässigkeit für Körperfeuchtigkeit bei gleichzeitig abweisender Wirkung auf Regenwasser. Ob sich wirklich was hinter den wohlklingenden Buchstabenkombinationen oder zum Teil pseudoenglischen Wortfragmenten verbirgt, und wenn ja, was, bleibt dem Konsumenten in den allermeisten Fällen verborgen. Es lässt sich eben nur allzugut werben und verkaufen mit Ausdrücken, die Modernität und Technikbezug vermitteln.

Genau das wollen wir nicht. Wir wollen die Interessenten nicht im Unklaren lassen über die Bedeutung unseres Vereinsnamens und wir wollen auch nicht mit geflügelten Worten werben. Vor der Gründung unseres Vereins stellte sich also die Frage nach einer möglichst kurzen und prägnanten Definition unserer Zielsetzung, ohne die Verwendung beliebter Anglismen und ausgetretener Formulierungen. Wir wählten junge technologien in der beruflichen bildung. Dem Interessenten wird sofort klar: es geht um Berufsbildung. Und zwar dort, wo Technologie zum Einsatz kommt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Woher?

Wo kommen wir her?

Hervorgegangen ist der Verein aus der Arbeitsgruppe Handwerk des bundesweiten BMBF-Verbundprojektes Erprobungs- und Beratungszentren in der Lasertechnik. Die AG Handwerk hatte sich damals zum Ziel gesetzt, speziell auf die Zielgruppe Handwerk ausgerichtete Unterrichts- und Verbreitungsmaterialien sowie -strategien zu entwickeln, die Anwendungen der Lasertechnologie im Handwerk und in KMU (kleinen und mittelständischen Unternehmen) bekannt machen und fördern.

In mehr als sechs Jahren hat man wertvolle Erfahrung bei der Erstellung von Hilfsmitteln und Schulungsmedien und in der Kommunikation und Pflege des bundesweiten Netzwerkes kompetenter Partner gesammelt. Es entstanden erste Versionen der CD-ROM Lasertechnik in der beruflichen Bildung und eines Demonstrationskoffers mit Laseranwendungen, die mittlerweile bundesweit im beruflichen Unterricht und in der Beratung von Betrieben eingesetzt werden.

Eine der Forderungen im Projekt war, dass nach dessen Ablauf Strukturen entstanden sein sollen, welche die Weiterarbeit auch ohne weitere öffentliche Förderung ermöglichen. Die AG Handwerk hat sich hierzu für die Gründung des tibb e. V. entschieden. Seine Aufgabe war zunächst, die Verbreitungsstrategien und Produkte der AG Handwerk zur Lasertechnik weiterzuentwickeln, anzuwenden bzw. zu vertreiben und somit die Projektforderung zu erfüllen. Zentrale Motivation war die Aufrechterhaltung und der Ausbau des perfekt funktionierenden bundesweiten Netzwerkes der AG-Mitglieder mit ihren diversen Spezialkompetenzen.

Der Verein wurde so angelegt, dass interessierte Privatpersonen, Institutionen wie Bildungsstätten, Hochschulen und Kammern sowie Unternehmen Mitglied werden können und so das Netzwerk ständig erweitert wird. Eine Datenbank systematisiert die Kompetenzprofile der Mitglieder und ermöglicht so die gezielte Kontaktaufnahme bei speziellen Fragestellungen.

Strategien

Nutzung von Strategien

Die langjährigen Erfahrungen in der AG Handwerk haben den Verein zu einem Spezialisten werden lassen, wenn es darum geht, neue technologische Entwicklungen für den großen Bereich der Wirtschaft, Handwerk und KMU zu erschließen, umzusetzen und nutzbar zu machen. Das fängt mit Strategien zur Integration der technologischen Inhalte in die Aus-, Fort- und Weiterbildung an, geht über die Lobbyarbeit mit bildungspolitisch Verantwortlichen bis hin zur Durchführung von gemeinsamen Verbundprojekten unter den Mitgliedern.

Hier profitieren auch unsere Mitglieder aus dem Bereich der Unternehmen (Mitgliedsunternehmen), die im Rahmen der Vereinsarbeit ihre Produkte in die Strategien einbinden können. Sie erhalten so die Chance, Marktanteile zu gewinnen und, vielleicht noch wichtiger, sie sind direkt in Kontakt mit den Anwendern und erhalten so z. B. Verbesserungsvorschläge oder gar Ideen für neue Anwendungsfelder.

Bewusst hat man sich bei der Namensfindung für den Verein nicht auf die Lasertechnik festgelegt. Die Vorgehensweisen, die in der AG Handwerk am Beispiel der Lasertechnik so erfolgreich entwickelt, erprobt und optimiert wurden und die selbstverständlich im tibb gepflegt und weiterentwickelt werden, können und sollen nun auch in anderen „jungen“ Technologiefeldern Anwendung finden.

Die Entwicklungen in den Optischen Technologien ermöglichen für viele kleine und mittelständische Unternehmen optimale Lösungsansätze, Produktinnovationen und Dienstleistungsangebote. Gerade hier ist eine intensive fachliche und organisatorische Unterstützung sowie eine praxistaugliche, anwendungsbezogene Wissens- und Strategievermittlung erforderlich. Sie beginnt bei den jeweiligen Einsatzmöglichkeiten und Vorteilen der Technologie und schafft durch Kompetenzbildung zur intelligenten Nutzung detaillierter wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden bei den Unternehmen die Voraussetzungen zur Entwicklung neuer innovativer Anwendungen.

„Junge“ Technologie?

Was ist eine „junge“ Technologie?

Unter der Bezeichnung „junge Technologien“ wollen wir Technikbereiche, Produktions- oder Bearbeitungsverfahren zusammenfassen, welchen sich der tibb e. V. widmen sollte. Hierzu müssen mehrere Bedingungen erfüllt werden.

Erstens muss der Entwicklungsstand des in Frage kommenden Technologiefeldes so weit fortgeschritten sein, dass der zuverlässige, professionelle Einsatz in KMU gewährleistet ist.

Zweitens soll es sich um eine Technologie handeln, die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) wichtige Impulse geben kann und bei deren Einsatz die Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb auch mit großen Unternehmen gestärkt wird.

Drittens soll die Komplexität der Technologie einer intensiven Vorbereitung der Mitarbeiter bedürfen, um sie wirtschaftlich anwenden zu können.

Und viertens soll das Technologiefeld im Bereich des Handwerks und der KMU noch nicht hinreichend bekannt sein und genutzt werden, da hierzu noch keine ausreichenden Bildungsmaßnahmen und Unterlagen zur Verfügung stehen.

Wenn alle diese Bedingungen erfüllt sind, kann der tibb e. V. aktiv werden und eine entsprechende Fachgruppe bilden. Voraussetzung hierfür ist, dass im tibb bereits genügend Mitglieder vorhanden sind, die sich fachlich in der neuen Thematik wiederfinden oder dass neue Mitglieder mit der entsprechenden Fachkompetenz hinzu gewonnen werden können.

Fazit

Fazit

Man erkennt, wir konzentrieren uns auf ausgewählte, fest umgrenzte Arbeitsgebiete. Lasertechnik und Kunststofftechnologie machen den Anfang. Durchdachte Planungen und eingespielte Vorgehensweisen führen nach definierten Zeitabläufen zu konkreten Ergebnissen: Unsere Produkte.

Doch wir sind auch offen für neue Ideen und Herausforderungen. Und die kommen von Ihnen, unseren Mitgliedern. Dafür steht unser Name. Wir sind so frei.